Der Bodensee




Den Bodensee zähle ich persönlich zu "meinem" Allgäu dazu. Der See und sein Umland
sind mir eine meiner liebsten Landschaften. Mich begeistern die Streuobstwiesen, das
milde Klima, die vielen Ausblicke auf den See, die Dörfer, Weinberge und Hopfengärten.
Die Kapellen, alte Obstbauernhöfe, Villen und Schlösser, Parks, Promenaden und Apfelplantagen.
Die Menschen sind freundlicher, offener als bei uns im schroffen, kühlen Oberallgäu.
Das milde Klima beeinflusst die Gemüter, sorgt für mehr Lebensfreude. Und wenn man an
einem sonnigen Tag am Ufer des Bodensees steht und in die blaue Weite blickt, kann man spüren:
hier ist ein besonderer Ort.

Der Bodensee wird auch Schwäbisches Meer genannt. Die Franzosen nennen ihn Lac de Constance, die Engländer
sagen Lake of Constance. Konstanz scheint somit die bedeutendste Stadt am See zu sein.
Der See ist das größte deutsche Binnengewässer und der drittgrößte See in Mitteleuropa.
Anrainer sind Deutschland, Schweiz und Österreich.
Man teilt ihn in den Obersee und den Untersee auf. Der Rhein fließt bei Bregenz in den See und bei Stein
wieder hinaus. Weiter hinten ist dann auch der berühmte und beeindruckende Rheinfall zu finden.
Zwischen Friedrichshafen und Romanshorn (Schweiz) befindet sich die tiefste Stelle des Sees mit 254 m.
Die gesamte Uferlänge des Sees beträgt 273 km, seine Fläche 571,5 Quadratkilometer.
Der See ist 63 km lang und 14 km breit. Er ist der größte Trinkwasserspeicher Europas.
Ein paar der schönsten Städte am See (Liste sicher nicht vollständig):
Konstanz, Lindau, Meersburg, Überlingen, Ravensburg, Hagnau, St. Gallen, Bregenz, Langenargen und Wasserburg.
Folgende Inseln gibt es im See: Mainau, Reichenau, Lindau, Galgeninsel.

Geschichtliches zum Namen des Bodensees:
Bereits um ca. 43 nach Christus wurde der Bodensee von den Römern als Lacus Venetus und Lacus Acronius benannt.
Vermutlich wurden damit der Obersee und der Untersee gemeint. Ein rätischer Stamm namens Vennoneten war bekannt
und wahrscheinlich Namensgeber.
Später, so 75 nach Christus nannten ihn die Römer Lacus Raetiae Brigantinus. Damals war Bregenz (Brigantinum) der
Hauptort am See. Das keltisches Volk der Brigantier siedelte damals in der Gegend. Wurde jetzt Begenz nach dem
Volk benannt oder das Volk nach Bregenz ? Man weiß es nicht.
Im Frühmittelalter war der Ort Bodman an der Westseite des Sees gelegen, ein besonders wichtiger Ort. Er war Herzogs-
sitz, dann fränkische Königspfalz und auch eine Münzstätte. Bodman nannte man damals Bodungo oder Bodomo, was aus
dem Althochdeutschen bodam (=Boden, Erdboden, Grundfläche, tief gelegener Siedlungsplatz) stammt.
Und so heißt der See noch immer Bodensee.
Später, so um 1400 wurde Konstanz der Hauptort am See, was sich dann bis heute auf die ausländischen Namen für den
See (siehe oben) auswirkte.
Wie kam es dann zur Bezeichnung "Schwäbisches Meer "?
Die Römer nannten die Ostsee als Mare Suebicum, da von dort der Volksstamm der Sueben (Schwaben) kam. Durch Irrtümer
wurde dann heutzutage der Bodensee mit diesem Namen versehen. Passt ja auch nicht schlecht, da ein guter Teil seines
Ufers ja schwäbisch ist.



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