De gschpässig Schorsch - A Geschpräch



Es isch a Samstag Morge im Friehling. De Schorsch hocket am Kuchetisch, vor sich a Schale Kaffee ond an frische Zopf. Oi Schtuck nochm andre dunkt ar sich gmietlich ei, ond loht dann mit Genuß de Hefdoig im Mund verlaufe. Des isch frei gar it so oifach, so a Schtuck eidunkte Zopf ohne Verlätsche vo dr Tasse in de Mund nei zum kriege. Aber de Schorsch hot des scho oft gnue probet, der hot die Sach im Griff.
D Sonne, die m Kuchefenschter reispitzlet, lachet ean vo dr Seite her ha. All lueget noch am wunderbare Dägle aus.
De Schorsch freit sich grad, daß a freiar Dag vor eam lait ond sinnet noche, was ar heit denn alls Schens do kinnt. Viele Sacha fallet eam ei, vom Nausgau bis zum Aufs-Kanapee-flacke isch alls drbei. An am derart schene Samstag isch oifach alls megle.
Während ar no beschtens glaunt de Dag auf sich zuekomme loht, kut d Vefi, sei Weib, rei. Se hocht sich m Schorsch vis-a-vis. Des isch scho mol a schleahts Zoiche, des duet se suscht it grad, blos dann, wenn se ebbas vo m will. Dann gohts scho los:
"So, Schorsch, so a schenar Dag heit, gell. Do kinntesch endlich amole anfange, d Speis zum weissle, des ging iatz scho, vom Weatter her. es muess dringend gmacht weare, die Speis sieht scho lang numma guet aus. Aber frei jo koi settene Chemie-Farba neahe, gell, des ka i it brauche. Huitzedag geits do ja die Bio-Farba, die sind viel besser. Do muesch halt gschwind auf Wiggesbach nauffahre, do geits die. Bei eis im Fleacke kriegsch die itta. Guet, deirer sind se scho, aber des isches scho wert."
De Schorsch lueget in sei Tasse nei ond sait blos: "Ja, ja."
D Vefi macht weiter: "In dr Speis isch au des Regal verdreckt ond de Kaschte isch viel z alt, des Glump, do sottesch frei mole noch am nuie luege. Ond wenn des Regal dann ausbausch, wegs m Weissle, dann kasch grad glei no putze. Mei, aschmirgle ond nui lackiere wär natürle no besser, gell. Komm, des wär frei scho drwert.
Ond hinda im Eck, neabrem Kiehlschrank, isch d Wand a wink feicht; dean Schimmel muesch mr frei au wegmache, gell. Lohsch ja alls verlottre, es isch a Kreiz mit dir. Ond i muess in so ar verrammlete Bude hause! S Schlofzimmer sott ma au dann weissle, gell, ond d Kuche hetts au nötig, scho lang, frei. Alls voll mit Fluigedreck, die ganz Decke! Do muess was nochegau. Heit wär grad dr reacht Dag drzue, hosch ja suscht nix zum do!"
De Schorsch hot mit Eibrocke aufghert ond sait: "Ja, ja."
Weiter gohts: "Du, Schorsch, hosch du scho nausglueget ? S isch erbar drucke, dussa, do kinntsch au amend anfange mit Holz säge, des ging frei scho, gell. Der Zuig do vor m Haus sott weg, bevor de Rase meh zum Wachse anfangt. Heit dät sch es grad sche drucke reibringe. Wer woiß, wenn du meh amole Zeit hosch. Im Kreiz hosches ja au allat, gell. Mei, bei dir goht scho zäh was noche. Ond wenn grad dussa bisch, denk dra, daß ma de Gate umgrabe muess. Wie soll i denn meh a Gmies ond Bluma apflanze, wenn it umgrabe isch ? Des isch oifach Mannsbilder-Arbat, do kusch mer it drumrum. Willsch vielleicht, daß eis dr Gate verwildret, ha ? So wie deine Walderdbeerla, die du seal gsät hosch ? Do isch frei blos no Wald, ond koine Erdbeerla meh. Was sollet d Leit do sage ? Des goht it. Wenn mer du it gau umgrabsch, dann bisch du frei Schuld, wenn mir an wiaschte Gate hand ond mir eis ibrall wegsdeam schäme müsset. Sei halt it gar so faul, due halt mole was!"
De Schorsch hockt blos do ond macht koin Mucks.
D Vefi isch no it fetig: "Im Bad brauchet mer frei a nuie Brause, die alt isch verkalkt ond dr Schlauch isch odicht. Des sott ma gau richte. Ond die Lampa im Hausgang, hosch des überhaupt scho gmerkt: do brennt blos no oi Biere vo drei, do muesch me nuie neimache, des isch viel z Duschter do duss. Wenn mer grad vom Bad schwätzet: dr Abfluss isch fascht verschtopft, s Wasser im Waschbecke lauft erbar schleacht a. Wenn des iatz glei machesch, dann hett mer des meh weg. Do muesch it wate, bis gar nix meh goht, besser isch allat, friehzeitig was zum do, gell.
Du, ond wenn i an eiser Auto denk, do ka vo friehzeitig gar koi Red meh sei, des Auto isch innadinn oi gotzigar Sauschtall, verschtaubt, verdreckt, dur d Scheibe siehsch schier gar numma naus ond vo ussa sieht ma vor lauter Dreck ittamole meh die große Roschtfleacke. Bei so am schiene Weatter wär des genau die reacht Arbat, Schorsch. Dann hätt i gsait, wenn eabe heit grad mole Zeit hosch, lueg dr no de Gateschlauch a, der isch reacht verdreaht, kinnt sei, daß ar au a Löchle hot. Bald brauch mern meh, wenn du de Gate giesse muesch, nochm Umgrabe."
De Schorsch hocket do. Koi Regung.
Vefi stoht auf, holet an Butter aus dr Speis ond s Kuechebleach aus dr Schublad. Während se so am Kuchekaschte rumwerklet, macht se munter weiter:
"Die Kuechebacherei war au scho mol oifacher, Schorsch, gell. S Rohr goht numma gscheit, des Glump, des verreckte. Do sott ma scho lang ebbas mache, am beschte wär, an nuie Ofe kaufe, mole an bessere, mole a bitzle meh Geald ausgeah, gell. Für alls anders hot ma Geald bei eis, für deine Bücher, wo du heifeweis kaufsch, ond dann doch it liesch. Also, mit so am nuie Ofe, do dät i dann viel lieber Kueche bache. Aber was i sag, des zehlt ja it, i ka ja de ganze Dag auf die eischwätze ond ma kinnt grad moine, du dätesch es gar it here.
Lue mole her, do auf m Tisch dienet, do flacket scho seit Wucha die Proschpekte vo dr Krankekasse, die sott ma scho lang meh ausfülle, alls ausreachne, ob sich des rentiert, in a nuie Kasse zum gau. Vo alloi goht des frei it. Mir kinntet do amend a Geald verschpare. Do isch dr s Geald aber dann meh wurscht, wenn du a Arbat drmit hosch, ha ? Für an nuie Ofe leits nix. Ond de Steuerausgleich hosch au allat no it gmachet. Wenn dean iatz it bald machsch, dann kasch glei zwie Johr zämetneahme. Mei, was mir do rauskriege dätet, wenn du do mole nochegingescht! Do hettsch doch au grad Zeit, sappradie. Scho taused Mol ha i di dra erinnret. Blos mit deine Bücher, do hosches wichtig. Übrall flacket se im Haus omanand, wo ma nakut, stolpret ma schier über a Buch. Im Hausgang, auf dr Treppe, in jedam Zimmer, sogar im Regal in dr Speis ha i letztle ois gseah. Komm, rum heit auf, dann siehts bei eis auf de Sonntag na mol meh a bitzle anständig aus. Aständiger ausseah däts natürlich au, wenn mer endlich a nuis Kanapee hättet. Des alte isch scho arg verschosse ond versauet. Ibrall Fleacke vo dei r Schoklad-Freasserei ond vom Rotwei. Aber du gohsch halt oifach it noche, du Lätsche! Hause miesset mir, grad zum schäme! On du hockesch blos do, wie a Ochs vor m Bearg!"
De Schorsch macht allat no koin Mucks.
Weiter gohts: "Anstatt do rumzumhocke, kinntescht gschwind mole au dei Wearkstatt aufrumme, do flacket alls duranand, do findsch doch koi oiziges Drum meh! Dann dätsch me drherkomme ond ebbas Nuis kaufe welle, blos well z faul bisch, a mole a bitzle a Ordnung in dein Sauschtall neizumbringe. So a Schlamperei. Ond dann gang no glei in de Dachbode nauf, do flacket au alls omanand. Wer woiß, was ma do doba alls finde dät, wenn ma mole aufrumme dät. Eiser Haus soll koi Museum sei ond au koi Müllhalde, woisch. Aber grad so kut s mer vor. - Auweh, heit hot ja d Tante Sefa Namesdag, sappradie, do miesset mer no vorbeiluege! Jeds Johr isch des die gleich Komede, daß mer s schier vergeasset. Guet, i woiß, du kasch d Sefa iberhaupt it verputze, aber des ghert sich halt oifach, do an Bsuech zum mache."
D Vefi goht nummol in d Speis num ond kruschtlet omanand. "Los, eikaufe sottesch no. I brauch a Heaf. Heidenei, nix isch do, in deam Haus!"
Do stoht de Schorsch zmole auf, goht an d Speistür na ond sait:
"So, ond was soll i dann am Namittag no mache ?"
Dann zieht ar sein Kittel a ond goht zum Eikehre. Für heit hot ar gnue gschwätzt.