Weihnächte 218 - Dr Überfall -



Weihnächte kut, es isch a Graus,
Mir hand meh eisre Kind im Haus
S Kanapee isch all Dag bsetzt
Ond i wear in an Winkl gsetzt

Auf an Hockar, ganz im Eck
Des isch denn no de gotzig Fleck
Wo n i für mi a Plätzle find,
So isch es mit de liebe Kind

Duss isch kalt, alls pfludret rei
Do wiad de Hausgang erbar z klei
Schueh ganze Häufe, Berg vo Kloider
Des ka oim dann scho bald vergloide

Ibrall standet Tassa rum,
Doch koine saubre, des isch dumm
Aus dr Fläsche drink i gschwind
Weil i au koi saubers Glas meh find

Des wiad was weare mit der Truppe
Wie jeds Johr geits a Knödelsuppe
Ond natürle au an Brote
Der deaf do frei it vergrote

Zum Nochtisch will ma an Kaffee
Ond a paar Loibla wäret sche
Pünktlich muss alls auf de Tisch
Weil suscht d Stimmung minder isch

Hektisch frisst ma alles nei,
Jedar will de Eschte sei
Weil s scho meh pressiere duet
Ma muss no auf a Party fut

Kaum isch s Mittageasse aus,
Springet d Kind zur Haustür naus
Wer duet dean Saustall dann verrumme ?
Des sind die zwie Alte, Dumme

Sind die Feierdäg dann meh vergange,
Kennet mir a Kur anfange
Mir sind zämetgschaffet, alls duet weh
D Kinder saget, es war sche

D Weihnachtszeit war still ond friedlich
Wo die Kind no waret niedlich
Nächst Weihnächte, druff stellet ui frei ei
Wearet mir fut im Urlaub sei.


Kommentar:
Bei uns ist es nicht so, wir freuen uns immer sehr,
wenn alle Kinder kommen!