Wie der Räuber Wurzelsepp den Bauern beraubte



Es war ein wunderschöner Frühlingsmorgen. Schon bevor die Sonne aufging, und es hell wurde, zwitscherten
die Vögel so fröhlich im Wald, dass der Rüuber Wurzelsepp davon erwachte.
Er stand auf, wusch sich und suchte sich etwas zum Frühstück. Doch die Räuberhöhle war zwar voller
Gerümpel, aber es war leider nichts zu Essen dabei.
"Dann muss ich wohl ein paar Leute überfallen. Und das schon am frühen Morgen", brummte der Räuber miss-
mutig. Er machte sich auf den Weg zu seinem Gebüsch an der Strasse, die durch den großen Wald führte und
lauerte dort auf ein Opfer, das er ausrauben könnte.
Als nach ein paar Stunden immer noch keine Menschenseele vorbeikam und sein Magen vor Hunger zu knurren
begann, entschloss sich der Räuber, es aufzugeben und stattdessen einen der Bauern am Waldrand zu besuchen.
Es war gerade Mittag, als er einen Bauernhof erreichte. Die Leute hielten ein Nickerchen und sogar der Wach-
hund war eingeschlafen.
Dies war natürlich sehr günstig für den Räuber Wurzelsepp und so schlich er sich durch das Wohnzimmer des
Bauernhofes in die Küche und von dort aus ganz leise in die Speisekammer. Am liebsten hätte der Räuber laut
gejubelt, als er die guten Würste, Brote, Tomaten und Säfte sah. Er packte schnell alles in seinen Sack und
als dieser voll war, stopfte er noch was ging, in den Mantel. Am meisten freute er sich über die 5 Gläser
Himbeermarmelade, die er am liebsten an Ort und Stelle aufgegessen hätte.
Mit großem Hunger und in bester Laune schlich der Räuber Wurzelsepp zurück in den Wald. Als er an seiner
Räuberhöhle angekommen war, machte er sich ein großes Festessen zurecht.
Und als es Abend wurde, legte er sich zufrieden und vollgegessen in sein Bett und dachte, dass er am nächsten
Tag den Bauern nochmal aufsuchen wollte. Und dann schlief er ein. R Was er wohl träumte ?