Im Herbscht

De Wind verbloset Blätter
D Luft wiad allat kälter
Alls rummet iatz de Gate auf
S Johr nimmt seinen Lauf
D Gräber wearet grichtet
Bäum ond Bösche glichtet
S Brennholz sott bald beiget sei
S Johr goht gau vrbei

S Johr goht, s Johr kut
Dringum gohts, fut ond fut
Aus oim Johr wearet Häufe
Wer ka des begreife ?

Z Mittag grad für a Stund
Macht d Sonne alles bunt
D Neabel deckt dann d Farba zue
S Johr kut in sei Rueh
Am Mantel hoch de Krage
Händsche kasch vertrage
S isch meh Zeit für eisern Tee
S Johr versinkt im Schnee

S Johr goht, s Johr kut
Dringum gohts, fut ond fut
Aus oim Johr wearet Häufe
Wer ka des begreife ?

Sylveschter geits an Punsch
A jedar sait sein Wunsch
De Nuijohrdag isch dann erbar still
S Johr bringt was es will
An Dreikönig dät ma jammre
Sott Schaffe bald afange
Kaum luegesch viere, luegesch um
S Johr isch bald meh rum

S Johr goht, s Johr kut
Dringum gohts, fut ond fut
Aus oim Johr wearet Häufe
Wer ka des begreife ?

















Herbststimmungen sind immer so schön zu beschreiben.
Man bereitet sich auf den Winter vor, doch alles geht so schnell vorbei.
Die Jahre laufen durch, unaufhaltsam, manchmal ist es gut, manchmal möchte
man sie anhalten. Lieder ergeben sich dann mit Stille, Nachdenklichkeit
und begreifen kann es doch niemand.