Zwoiarloi Leit

I sprich zehe Sprocha, in Amsterdam han i studiert
Vo Madagaskar noch Alaska hot mi mei Neugier gführt
Mit Kunst ond mit Geschichte, do kenn i mi gut aus
Ond im Highspeed-Internet do find i alles raus

Wenn was nui ond agsait isch, do bin i drbei
Lass hinter mir dean alte Mief, i bi gscheid ond frei
Klavier ha i in Honkong gleanet, Gitarre in Shanghai
Auf Bali han i meditiert, mei Guru war drbei

I bleib am Ball, i lueg auf mi, bi achtsam ond modern
Bin voll do, wenns um Parties goht, vegetarisch ma i s gern
I bi halt cool ond voll auf Zack, bi ibrall voana da
Zieh alles aus m Leabe raus, des due i, weil i s ka


I ha halt d Viehwoid iamol denn vom Brehar hinda gmäht
Ond zwischbedur vom Nachbaur s Gschäl wenns voll war, für ean gleert
Mit Freida hock i vor m Haus, mit Schope ond am Hut
Am morge Frieh auf d Vögel lose, des duet mir so guet

Well m alte Schorar s Weib de Haxe broche hot
Bin i halt mole num zu eam ond glueget, wie s eam goht
Am Sonntag gang i nauf in d Kieche, im Fleacke, dob im Ort
Beim Hoigate such i dann für alle a guets Wort

Wenns dringum goht, do roicht mr des, meh will i gar it hau
Am beschte isch es, riebig sei, au andre leabe lau
A wink oifach bin i halt ond kenn mit it ibrall aus
Gang it oft fut, am liebschte bin i halt Drhoi ums Haus
























Hier wollte ich die Gegensätze darstellen, von einem jungen, dynamischen,
weltgewandten Egoisten und einem einfachen Menschen, der sein gutes stilles
Leben lebt, einen Blick für Nöte anderer hat und bescheiden ist. So richtig
gelungen ist es vielleicht nicht, ist aber trotzdem ein nettes Lied.