Monte Garzirola (2116m)
Ausgangspunkt: Porlezza
Charakter: Radtour und Wanderung, 40 km, 1800 HM (1200 HM Rad, 600 HM zu Fuß), insgesamt ca. 7 Std.

Tourenverlauf:
Von Porlezza hinauf in die Berge von Corrido, durch die Dörfer Vesetto und Molzano und dann hinauf in das Val Rezzo. Eine anstrengende, jedoch landschaftlich wunderschöne Strecke. Das Val Rezzo ist die wilde, tiefe Schlucht des Rezzo, der unten bei Porlezza in den Luganer See mündet. Die schmale, kurvenreiche Strasse führt immer weiter hinauf bis hinten am Tal-Ende Buggiolo erreicht wird. Hier noch ein paar steile Serpentinen hinauf, dann sind wir kurz vor der Höhe des Überganges ins Val Cavargna. Hier oben beim Brunnen zweigt ein Alp-Weg links hinauf zur Kirche und Pass San Lucio ab. Jetzt geht es steil und teilweise sehr grob über ginsterbewachsene Wiesen hinauf. Auf dem Weg bietet sich ein Brunnen bei der hübschen Kapelle als Rastplatz an. Bereits von hier oben hat man eine schöne Sicht in die Berge und hinab ins Tal. San Lucio oben ist eine alte Kirche und ein alter Pass, der das Val Rezzo mit dem Val Colla verbindet. Jetzt sind hier viele beschilderte Mountain-Bike-Strecken und Wanderwege zu finden. Die Nähe zur Schweiz macht sich schon bemerkbar. Auch findet man noch Reste von Grenzzäunen hier oben. Vom Pass aus geht es einfach geradeaus den Bergrücken hoch bis zur Rifugio Garzirola und dann noch die letzten Meter bis zum Gipfelkreuz. Eine tolle Sicht hat man hier oben, wenn man Glück hat, und es nicht alles mit Wolken verhangen ist. Diese Berge hier sind nämlich sehr oft in Wolken. Vom Gipfelkreuz kann man auch zum eigentlichen Garzirola hinüberschauen, der noch ca. 15 Minuten entfernt liegt. Der Garzirola bildet dort hinten kein richtigen Gipfel mit Kreuz, lediglich ein Wegweiser markiert den Berg. Wer es kräftemässig noch schafft, sollte schon noch hinübergehen, weil von dort hinten man dann noch zusätzlich einen guten Blick ins Tal von Bellizona haben kann. Und wer richtig gut drauf ist, wandert nochmal 2 Stunden weiter und bezwingt den Camoghe, der mit seinen 2228 m hier der höchste Berg mit einer wahnsinns-Aussicht ist. Diesmal habe ich es jedoch nicht weiter als zum Gipfelkreuz geschafft, bin jedoch zufrieden, weil es hier oben auch schon wunderschön ist. Ist schon beeidruckend, wenn man hinunterschaut, welche Höhe man aus eigener Anstrengung geschafft hat Der Abstieg erfolgt dann auf dem selben Weg.
Fazit: eine sehr anstrengende, jedoch landschaftlich auch sehr schöne Tour, die ich immer wieder mal mache. Das Val Rezzo ist eins der schönsten Täler hier in der Gegend, finde ich.



Der Cuccio fliesst bei Porlezza hier in den Luganer See

Auf dem Weg hinauf nach Carlazzo: schöne Ausblicke nach Porlezza hinab und auf den See

Oben in Buggiolo

Diese nette, kleine Kapelle liegt am Wegrand

Ganz schön luxeriös, die goldene Türe

Das letzte Stück fürs Rad bis zur Passhöhe

San Lucio wartet

Das Rifugio San Lucio, dahinter der Gipfel für heute

Hervorragender Ausblick von hier oben

Mächtig thront das Monte-Rosa-Massiv im Hintergrund

Die Kapelle San Lucio scheint recht alt zu sein, wirkt irgendwie irisch

Blick hinab ins Val Cavargna

Am Beginn des Aufstiegs steht dieser alte Bildstock

Vor dem Rifugio Garzirola

Kurz vor dem Gipfel, Blick zurück

Geschafft

Tolle Sicht hier oben

Links hinten ist der eigentliche Garzirola, aber ohne Gipfelkreuz, rechts der Lago Maggiore

Ganz hinten schaut der Camoghe heraus, ein wahnsinns-Berg, nur mit großer Mühe und Schwindelfreiheit erreichbar

Schafe auf dem Weg

Die Italiener lieben es, überall zu picknicken

Auf dem Rückweg nach Carlazzo, schöner Blick auf den Luganer See