Ins Val Solda - Muzzaglio (11.08.08)
Ausgangspunkt: Camping Grotte di Rescia
Charakter: Radtour, 30 km, 500 HM, ca. 4 Std., je nachdem, wie lange man wo verweilt...

Tourenverlauf:
Zuerst nach Porlezza, hier ein kleiner Abstecher durch die engen Gassen und dann vor dem Auto-Tunnel links auf der alten Strasse am Seeufer entlang. Dies ist die alte Fahrstrasse, die vor dem Bau des großen Tunnels benutzt wurde. Jetzt kann man hier sehr schön radeln oder spazierengehen. Der Blick auf den See und auf Porlezza ist hier sehr gut.
Nachdem wir die zwei kurzen alten Tunnel hinter unw haben, mündet die alte Uferstrasse in die reguläre Hauptstrasse und auf dieser geht es bis nach Cima. Hier am (sehr kleinen) Marktplatz rechts in die schmale Gasse hoch un dann immer auf dieser Richtung bleibend, ungefähr parallel zur Hauptstrasse - nur ein paar Meter oberhalb - am See entlang weiter. Diese Strecke gefällt mir sehr gut, nach Cima kommt Cressogno und überall sind so romantische, alte und enge Gassen zu befahren, mit Blicken auf Hinterhöfe, Brunnen, Gärten, Kirchen, Kapellen und schönen Villen. Nach ein paar Km mündet (nach einem sehr steilen, kurzen Abschnitt) der Weg in die breitere Teerstrasse, die vom See hinauf nach Loggio führt. Hier gehts rechts auf der Strasse weiter, schön in weiten Kurven bei mäßiger Steigung.
In Loggio (schöne Ausblicke auf den See u. hinüber nach Castello) fahren wir die Kehren weiter bergauf in Richtung Puria und Dasio (nicht nach Drano), den beiden Dörfern, im oberen Bereich des Val Solda. Kurz vor Puria queren wir eine tiefe, felsige Schlucht mit einem schönen Wasserfall. In Puria fahren wir dann uns links haltend weiter bergab, queren einen schönen, felsigen Bach und fahren dann wieder hinauf bis zum Friedhof vor Castello. Hier gehts den Tessiner Weg rechts (fast 180 Grad) hinauf und bald in den Wald. Dieser grobe Weg, dazu noch recht steil fordert dann kleine Gänge und etwas Anstrengung, bietet dafür jedoch herrlich romantisches Tessin-Gefühl unter den Laubbäumen, vorbei an alten Bildstöcken, Bächen und Tobeln. Ein Stück weit oben geht es mal rechts über eine Brücke, danach so steil, daß das Rad geschoben werden muss und dann bei der Kreuzung links nach oben weiter. Dieser Weg endet bei der Kapelle von Muzzaglio, ein sehr netter Flecken. Hier dann links nach oben (Rad zuerst schieben, dann gehts wieder) auf die Wiesenfläche und in der selben Richtung weiter auf eine weitere, etwas höher gelegene Wiesenfläche mit nochmal ein paar Häusern. Muzzaglio ist eine typische Tessiner Sommersiedlung. Meist übers Wochenende oder in den Ferien bewohnt, ansonsten leer und einsam. Hier beim Beginn der zweiten Wiese gehts rechts den sehr groben und sehr, sehr steilen Weg hinab. Wer hier sein Rad mal schiebt, braucht sich nicht zu schämen....Dieser Weg mündet dann ein eine Teerstrassse und diese führt vorbei am Campingplatz San Rocco bis nach Dasio, das oberhalb von Puria liegt. Jetzt geht es wieder schön hinab nach Puria, hier wieder rechts auf der selben Strecke wie vorher zum Friedhof vor Castello und diesmal dann geradeaus, den unteren Weg direkt hinab nach Castello. Hier lohnt es sich, in romantischen, alten Gassen zu schlendern, Castello ist schon was Besonderes. Wenn wir Castello richtig gequert haben, dann landen wir am Ende bei der Kirche mit dem schönen Blick auf den See. Hier geht es dann kurz Treppen hinab und dann auf der Teerstrasse hinab nach Albogasio, einem ebenfalls sehr romantischen Dorf, das direkt am Seeufer liegt. Unten am Ufer biegen wir links ab, und nach ein paar Metern, kurz vor dem großen Parkplatz fahren wir rechts (fast 180 Grad) den Fußweg hinein, der sich am Seeufer wieder in Richtung Lugano schlängelt. Es geht in einer Art Gasse an vielen Häusern, Friedhof vorbei, bis wir in Oria, bei der Villa Fogazzaro und der Kirche, direkt am Seeufer landen. Dies und die folgenden paar Hundert Meter sind eine der schönsten am ganzen Luganer See. Weiter geht es nämlich bis zum Hafen von Oria, einem kleinen Dorf, direkt unten am steilen Seeufer gebaut. Die Schönheit ist schwer zu beschreiben, man muss es gesehen haben. Dann fahren wir auf dem selben Weg zurück zur Hauptstrasse und auf dieser dann zurück nach Porlezza und zum Campingplatz.
Fazit: eine nicht allzu anstrengende, sehr romantische Tour mit sehr vielen Gassen, Häusern usw., also sehr viel typischem Tessiner Flair. Hier fahre ich immer wieder, weil ich hier so vieles sehen kann, das ich am Tessin so liebe.



In den Gassen von Porlezza

Porlezza, am Seeufer

Einer der alten Tunnel

In Cima, Hinterhofidyll

Gasse in Cima

Blick zum San Salvatore

Eine Kapelle am Seeufer

Licht und Schatten am alten Brunnen

Zwischendurch mal ein Ausblick nach Lugano (bei Puria)

Auf dem Weg von Castello hinauf nach Muzzaglio



Die zweite Hälfte der Bilder hier