Undrliats




Autor: Werner Specht / Kunst / Lyrik / Geschichten
Verlag: Tobias Dannheimer, 230 Seiten
ISBN: 3-925011-17-X

Vorwort:
Undrliats, zwischen Licht und Dunkelheit
Das Dämmerlicht mit seinen unwirklichen mystischen Farbstimmungen lässt Geschichten,
Lieder und Bilder erwachen. Es ist ein Gegenbild zu unserer hochtechnisierten, immer
gut ausgeleuchteten Welt. Auch seine Westallgäuer Mundart gibt Werner Specht die
Möglichkeit, Zwischenstimmungen auszudrücken, die in der deutschen Sprache so nicht
beschrieben werden können.
Undrliats - dieses Wort hat Klang
Undrliats - wenn die Berge der Nagelfluhkette lange Schatten werfen und das Grün der
Voralpenwiesen seine Leuchtkraft verloren haben
Undrliats - wenn die Tür zu einem Schuppen ohne Fenster aufgeht, der einfallende Licht-
kegel aber zu schwach ist, um klare Konturen zu erkennen
Undrliats - wenn die Fichten im Wald sich in ein nicht mehr zu unterscheidendes Dunkel
verlieren
Undrliats - wenn wir mit unseren Sinnen mehr erahnen als wahrnehmen: Ebbas gschpiere,
sagen wir im Allgäuer Dialekt.

Nicht nur Schriftsteller, sondern auch Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass der
Dialekt den Zugang zu einer eigenen Gefühlswelt erleichtert und mehr Emotionalität er-
möglicht als das Hochdeutsche.
Werner Spechts Geschichten passen nicht in Schubladen, die man gemeinhin für Geschichten
bereithält. Sie sind halt so, wia s Leabe isch.
Wir neigen heute dazu, zu werten und einzuteilen in Hell und Dunkel. Lassen wir lieber so
manche Geschichte im Halbdunkel - undrliats. Damit bleibt Spielraum für das Bodenständige
mit einem Hauch von Mystik, aber auch für menschliche, allzumenschliche Gefühle.
Tauchen Sie mit diesem Buch ein in die Dämmerstunde - sie wird vielleicht ganz andere Seiten
in Ihnen zum Klingen bringen.

Mein Kommentar:
Nochmal ein wundervolles Buch von Werner Specht, voller Geschichten, Gedichte und Bildern,
so wie das Leben im Allgäu ist: bunt, hintergründig und tiefsinnig.





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