Auf den Sasso Gordona (04.05.2024)

Ausgangspunkt: Parkplatz hinter Cerano

Charakter: Wanderung, ca. 3,5 Std.

Tourenverlauf:
Der Sasso ist kein hoher, aber ein sehr marktanter Berg der Kette, die den Abschluss der
Alpen vor der Poebene bildet. Eine seiner Besonderheiten ist, dass der ganze Berg von
zahlreichen Schützengräben, getarnten Beobachtungsposten und MG-Stellungen durchzogen
ist. Es gibt auch einen Stollen, der direkt unterhalb des Gipfels quer durch den Berg
bis auf die andere Seite führt.
Dies alles ist Teil der Linea Cadrona, einer von Italien ab 1899 gebauten Verteidigungs-
anlage gegenüber der Schweizer Grenze. Sie wurde sehr aufwändig gestaltet, jedoch kam
sie (gottseidank) nie zum Einsatz.
So stehen diese Bauten und Befestigungen hier überall in den Bergen. An vielen Stellen
lassen sie sich noch besichtigen, so auch auf dem Sasso Gordona.

Wir fahren mit dem Auto hoch nach Casasco und von dort weiter Richtung Erbonne. Auf halber
Strecke kommen Bergweiden und Picknickplätze. Hier steht auch der Sasso genau vor uns. Er
macht einen wilden, steilen Eindruck auf uns.
Wir wandern auf den Berg zu, hinein in frischen, grünen Laubwald. Der Weg führt in einem
Bogen hinauf zur Rifugio Prabello, das bei Mountainbikern recht beliebt ist.
Die Hütte steht auf der rechten Seite des Gipfels.
Von dort aus führt dann ein schmaler Pfad über die Bergwiese hinauf zum felsigen Gipfelauf-
bau. Dort, wo die Felsen beginnen, sind schon die ersten Schützengräben zu entdecken. Sie
sind total unauffällig in den Berg gebaut, so dass von Ferne nichts davon zu entdecken ist.

Dann wird er Pfad sehr steil. Wir klettern aufwärts bis zum höchsten Punkt, einem kleinen
Plateau. Merkwürdigerweise ist das Gipfelkreuz 10 m unter uns zu sehen. So steigen wir vom
höchsten Punkt wieder hinab zum Gipfelkreuz. Weshalb das so ist, weiss ich nicht. Wenn ich
es mal herausfinde, dann gebe ich die Info hier weiter.

Man hat einen schönen Ausblick hinab auf den Comer See und rückwärtig auf die Poebene, die
fast immer im Dunst verborgen liegt.
Da der Gipfel frei steht, hat er einen super Rundblick, der nur durch den höheren Monte
Generoso begrenzt wird.
Wir steigen auf der gegenüberliegenden Seite jetzt ab und besichtigen unterwegs noch die
zahlreichen Verteidigungsstellungen. Gerade der Stollen durch den Berg ist schon etwas un-
heimlich. Gut, dass man heutzutage ein Smartphone mit Licht dabei hat.
Unten, auf der Bergschulter gehen wir dann links wieder vor in Richtung des Rifugio und
kurz davor rechts hinab, durch den wunderschönen Laubwald, zurück zum Auto.

Diese Tour ist ein echtes Erlebnis, spannend, interessant und wunderschön.

Der Sasso Gordona liegt vor uns

Es geht in den Wald

Blick Richtung Po-Ebene

Die Rifugio Prabello

Blick zum Tremezzo

Hier wohnte vor 20 Jahren noch ein Bergbauer

Ein prächtiger Berg

frisches Grün, hinten der Monte Generoso

Schützengräben

Blick zurück zur Rifugio

Jetzt wird es dann steiler

Auf schmalen Pfaden

Ein paar Felsen kommen dazu





Gipfelkreuz und Comer See



Lustig: das Gipfelkreuz ist nicht der höchste Punkt auf dem Berg





Herrliche Ausblicke

Auf der anderen Seite wieder hinab



Eingang zu einem Stollen, der durch den ganzen Berg führt





Ein Schutzraum in die Felsen gebaut

So schön hier

Erste Blüten

Stellungen, von Vorne nicht zu erkennen

Weitere Schutzräume



Schützengräben, unbenutzt

Eine MG-Stellung



Alles gut getarnt

Der ganze Berg ist von Gräben durchzogen



Jetzt geht es unterhalb des Gipfels zurück







Schöner Blick auf den Comer See

Bald zurück beim Parkplatz